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Kann man Viagra in Österreich ohne Rezept bekommen?
Nein, Viagra (Sildenafil) ist in Österreich verschreibungspflichtig. Eine Abgabe ohne gültiges ärztliches Rezept ist gesetzlich verboten. Der Bezug erfolgt ausschließlich über Apotheken nach ärztlicher Verordnung.
Auf einen Blick: Die wichtigsten Fakten zu Viagra (Sildenafil) in Österreich
- Verschreibungspflicht: Viagra darf in Österreich nur mit ärztlichem Rezept abgegeben werden.
- Sinnvolle Anwendung: Geeignet für erwachsene Männer mit erektiler Dysfunktion, nach individueller ärztlicher Abklärung.
- Wirkungseintritt: Die Wirkung setzt oft 30–60 Minuten nach Einnahme ein, hält 4–6 Stunden an.
- Wichtigste Vorsichtsmaßnahme: Niemals mit Nitraten oder bei schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen einnehmen.
- Beratung notwendig: Vor der Anwendung sollte eine umfassende medizinische Bewertung erfolgen, auch um die Ursachen der Beschwerden zu klären.
- Gefahr von Fälschungen: Medikamente immer in der apothekenpflichtigen Vertriebskette beziehen, um Fälschungen zu vermeiden.
Was ist Viagra und wann wird es eingesetzt?
Viagra ist der bekannteste Markenname für den Wirkstoff Sildenafil, der zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED) bei erwachsenen Männern eingesetzt wird. Es handelt sich dabei um die erste zugelassene medikamentöse Therapie dieser Indikation und wird seit 1998 weltweit, seit 1999 auch in Österreich, ärztlich verschrieben. ED bezeichnet die anhaltende Unfähigkeit, eine für den Geschlechtsverkehr ausreichende Erektion zu erreichen oder aufrechtzuerhalten. Viagra kommt dann zum Einsatz, wenn organische, psychische oder gemischte Ursachen vorliegen, und andere Maßnahmen (z.B. Lebensstiländerung, Therapie psychischer Ursachen) nicht ausreichend helfen oder sinnvoll zu ergänzen sind.
Wie wirkt Viagra im Körper?
Viagra zählt zur Wirkstoffgruppe der sogenannten Phosphodiesterase-5-Hemmer (PDE5-Hemmer). Nach Einnahme hemmt Sildenafil gezielt das Enzym PDE-5, welches normalerweise den Abbau von cGMP (zyklisches Guanosinmonophosphat) in den Blutgefäßen des Penis reguliert. cGMP ist ein Botenstoff, der nach sexueller Stimulation die Entspannung der glatten Muskulatur im Schwellkörper einleitet. Durch die Hemmung des Enzyms bleibt mehr cGMP erhalten, die Blutgefäße im Penis erweitern sich, und es kann leichter Blut einströmen – die Erektion wird ermöglicht oder verstärkt.
Wichtig: Die Wirkung von Viagra tritt nur bei sexueller Erregung ein. Ohne entsprechende Stimulation bleibt die Wirkung aus.
Vereinfacht gesagt: Viagra wirkt wie ein “Booster” für den natürlichen Signalweg der Erektion, setzt diesen aber nicht eigenständig in Gang.
Häufige Missverständnisse in der Praxis: Was Patienten von Viagra erwarten – und was tatsächlich eintritt
Aus ärztlicher Sicht beobachte ich oft, dass Patienten den Therapieerfolg mit Viagra überschätzen oder falsche Vorstellungen vom Wirkungseintritt haben. Viele erwarten eine sofortige, dauerhafte oder gar spontane Erektion, unabhängig von psychischen oder partnerschaftlichen Faktoren. Auch der Gedanke, dass Viagra nach einmaliger Einnahme sämtliche Probleme löst, hält sich hartnäckig. In Wirklichkeit ist es häufig so, dass die Wirkung erst optimal ist, wenn auch die Voraussetzungen – wie sexuelle Stimulation und Entspannung – gegeben sind. Was selten gefragt wird: Wie verändert sich die Wirkung im Langzeitverlauf, oder wie beeinflussen Lebensstil, Ernährung und andere Medikamente den Therapieerfolg? Gerade diese Zusammenhänge sollte man gemeinsam mit dem Arzt besprechen, um Enttäuschungen – aber auch unnötige Risiken – zu vermeiden.
Wie nehme ich Viagra korrekt ein? Dosierung und Anwendung
- Empfohlene Anfangsdosis: 50 mg, etwa 30–60 Minuten vor dem geplanten Geschlechtsverkehr. Je nach Wirksamkeit und Verträglichkeit kann die Dosis auf 100 mg erhöht oder auf 25 mg reduziert werden.
- Maximale Tagesdosis: 100 mg (darf nicht überschritten werden).
- Anwendung: Mit etwas Wasser einnehmen. Die Tablette kann nicht geteilt werden (sondern nur, wenn dies laut Präparat ausdrücklich erlaubt ist).
- Wirkdauer: Etwa 4–6 Stunden, individuell verschieden.
- Bei älteren Patienten (über 65 Jahre): Häufig Start mit 25 mg, da der Abbau langsamer erfolgt.
- Bei Leber- oder Niereninsuffizienz: Individuelle Dosisanpassung durch den Arzt notwendig.
Es empfiehlt sich, Viagra nicht mehr als einmal täglich einzunehmen. Bei Unsicherheit zur Dosierung stets ärztliche Rücksprache halten.
Einfluss von Nahrungsmitteln und Lebensstil auf die Wirkung von Viagra
- Fette Mahlzeiten verzögern die Aufnahme: Die Wirkung kann sich um bis zu 1 Stunde verzögern und weniger intensiv ausfallen.
- Alkohol: Größere Mengen Alkohol (über 20–30 g reiner Alkohol, entspricht etwa 0,5 l Wein) schwächen die Erektionsfähigkeit unabhängig von Viagra und erhöhen das Nebenwirkungsrisiko wie Schwindel oder Blutdruckabfall.
- Grapefruitsaft: Kann den Abbau von Sildenafil hemmen und so die Wirkung und Nebenwirkungen verstärken – Grapefruitsaft sollte gemieden werden.
- Rauchen, Bewegungsmangel, Übergewicht: Schwächen generell die Gefäßgesundheit und können die Wirkung mindern.
Mythos: “Viagra wirkt immer, egal ob ich gegessen oder getrunken habe.” Realität: Fette Mahlzeiten und Alkohol verzögern die Wirkung spürbar.
Wer darf Viagra nicht einnehmen? Kontraindikationen und Warnhinweise
- Absolut kontraindiziert:
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- Einnahme von Nitraten (z.B. Glyceroltrinitrat bei Angina Pectoris): Lebensgefährlicher Blutdruckabfall.
- Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Frischer Herzinfarkt (<3 Monate), instabile Angina Pectoris, schwere Herzinsuffizienz.
- Schwere Leberfunktionsstörung und schwere Niereninsuffizienz.
- Bekannte Überempfindlichkeit gegen Sildenafil oder einen der Hilfsstoffe.
- Relative Kontraindikationen (nur nach Rücksprache mit dem Arzt):
-
- Blutdruckprobleme: Niedriger Blutdruck <90/50 mmHg, schwer einstellbarer Bluthochdruck.
- Schlaganfall oder Herzinfarkt in der Vorgeschichte: Nach Rücksprache, frühestens nach 6 Monaten und nur bei stabilen Verhältnissen.
- Bestimmte Augenerkrankungen: Z.B. Retinitis pigmentosa.
- Blutgerinnungsstörungen oder Magengeschwüre.
Ihr Arzt prüft im Einzelfall, ob Viagra für Sie sicher ist.
Welche Nebenwirkungen sind bei Viagra am häufigsten?
- Sehr häufig (>1/10):
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- Gesichtsrötung (Flush)
- Kopfschmerzen
- Häufig (>1/100 bis <1/10):
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- Verdauungsstörungen (z.B. Sodbrennen)
- Verstopfte Nase
- Schwindel
- Sehstörungen (bläuliches Sehen, Lichtempfindlichkeit)
- Gelegentlich (>1/1.000 bis <1/100):
-
- Herzklopfen
- Muskelschmerzen
- Hautausschlag
- Selten (<1/1.000):
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- Priapismus (schmerzhafte Dauererektion, >4 Stunden, medizinischer Notfall)
- Plötzlicher Sehverlust (NAION), Hörverlust
- Schwere allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock)
Hinweis: Bei anhaltenden oder schweren Nebenwirkungen sofort ärztlichen Rat einholen, bei Priapismus oder plötzlichem Sehverlust umgehend die Rettung alarmieren!
Typische Fehler bei der Anwendung von Viagra – und wie Sie sie vermeiden
- Einnahme direkt nach fettreicher Mahlzeit: Verzögert und schwächt die Wirkung. Lösung: Einnahme mindestens 2 Stunden nach dem Essen oder auf nüchternen Magen.
- Zu hohe Erwartungen an Wirkung ohne sexuelle Stimulation: Viagra funktioniert nur mit sexueller Erregung. Tipp: Für eine entspannte, erregende Atmosphäre sorgen.
- Eigenmächtige Dosiserhöhung: Höhere Dosis steigert nicht zwangsläufig die Wirkung, erhöht aber das Risiko für Nebenwirkungen. Lösung: Dosis immer mit dem Arzt abstimmen.
- Kombination mit Alkohol oder Grapefruitsaft: Minderung der Wirkung und Erhöhung der Nebenwirkungen. Empfehlung: Alkohol und Grapefruitsaft meiden.
- Unregelmäßige Einnahmezeiten: Einnahme zu spät vor dem Geschlechtsverkehr führt oft zur Wirkungslosigkeit. Merke: Rechtzeitig (30–60 Minuten vorher) einnehmen.
- Verwendung ohne ärztlichen Check: Gefahr von Kontraindikationen und unerkannten Risiken. Rat: Im Zweifel immer Rücksprache mit dem Arzt halten.
Vergleich: Viagra und Alternativen in Österreich
Neben Viagra (Sildenafil) stehen in Österreich folgende wirkstoffgleiche oder ähnliche Präparate zur Verfügung: Tadalafil (z.B. Cialis), Vardenafil (z.B. Levitra). Alle sind rezeptpflichtig und werden nach individueller Verträglichkeit und Bedarf ausgewählt. Die Unterschiede liegen u.a. im Wirkeintritt, der Wirkungsdauer, möglichen Nebenwirkungen und Kosten. Die Kosten werden in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen und müssen privat bezahlt werden.
Vergleichstabelle: Viagra und Alternativen
| Präparat (Wirkstoff) | Wirkungseintritt | Wirkungsdauer | Preis (2026, ca.) | Häufigste NW | Besonderheiten |
|---|---|---|---|---|---|
| Viagra® (Sildenafil) | 30–60 Min. | 4–6 Std. | ca. 12–17 € pro 50 mg Tablette | Kopfschmerz, Flush | Fettreiches Essen verzögert Wirkung |
| Cialis® (Tadalafil) | 15–30 Min. | bis zu 36 Std. | ca. 16–22 € pro 20 mg Tablette | Kopfschmerz, Rückenschmerz | Auch als Dauermedikation möglich |
| Levitra® (Vardenafil) | 25–60 Min. | 4–6 Std. | ca. 13–18 € pro 20 mg Tablette | Kopfschmerz, Flush | Geringere Nahrungsinteraktion |
| Generisches Sildenafil | 30–60 Min. | 4–6 Std. | ca. 6–10 € pro 50 mg Tablette | wie Viagra | Identischer Wirkstoff, oft günstiger |
Wie komme ich Schritt für Schritt legitim an Viagra in Österreich?
- Arzttermin vereinbaren: Kontaktieren Sie einen Urologen, Andrologen oder Hausarzt (in Wien, Graz, Linz und ganz Österreich verfügbar).
- Medizinische Abklärung: Der Arzt führt eine Anamnese und ggf. körperliche Untersuchungen/Labortests durch.
- Individuelle Therapieentscheidung: Bei Eignung stellt der Arzt ein Rezept für Viagra oder eine Alternative aus.
- Rezept einlösen: Das Medikament kann in jeder österreichischen Präsenzapotheke oder – nach ärztlicher Online-Konsultation – legal in einer zertifizierten Versandapotheke bezogen werden.
- Beratung durch Apotheker/in: Fragen zu Einnahme, Lagerung und Wechselwirkungen werden direkt vor Ort oder bei Abholung geklärt.
- Nachkontrolle vereinbaren: Behandlungserfolg und Verträglichkeit sollten regelmäßig mit dem Arzt besprochen werden.
Wie lange wirkt Viagra, und wie wird es abgebaut?
Nach Einnahme erreicht Viagra die höchste Blutkonzentration (Peak) in der Regel nach rund 1 Stunde (30–120 Min.). Die Halbwertszeit beträgt etwa 3–5 Stunden, d.h. nach 6–10 Stunden ist der Wirkstoff weitgehend abgebaut. Viagra wird in der Leber (CYP3A4, CYP2C9) verstoffwechselt und vor allem über die Nieren ausgeschieden. Bei eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion kann die Wirkung länger anhalten oder sich verstärken.
Viagra und besondere Patientengruppen
- Ältere Patienten (>65 Jahre): Oft langsamere Ausscheidung – niedrigere Startdosis empfohlen.
- Leber- oder Nierenerkrankungen: Wirkstoff reichert sich eher an, daher Dosisanpassung und ärztliche Überwachung nötig.
- Diabetiker: Können Viagra grundsätzlich einnehmen, vorausgesetzt es bestehen keine Kontraindikationen.
- Kardiovaskuläre Erkrankungen: Nur nach sorgfältiger ärztlicher Abwägung.
- Fertilität und Familienplanung: Viagra hat keinen negativen Einfluss auf die Zeugungsfähigkeit (Fertilität).
- Verkehrstüchtigkeit: Kann Schwindel oder Sehstörungen verursachen – Vorsicht beim Autofahren!
Qualitätscheck: So erkennen Sie originales Viagra
- Tabletten: Blaue, rautenförmige Tabletten mit abgerundeten Ecken, auf einer Seite mit “Pfizer” und auf der anderen mit “VGR” plus Dosiszahl (z.B. VGR 50) geprägt.
- Blisterverpackung: Klare Prägung, Lot-Nummer, Verfallsdatum, keine Rechtschreibfehler.
- Pappschachtel: Hochwertiges Papier, exakte Farbgebung, QR-Code oder Hologramm bei neuen Packungen.
- Beipackzettel: In deutscher Sprache, mit Zulassungsnummer (Z.Nr.).
Generika (z.B. Sildenafil von anderen Herstellern) können in Farbe und Form abweichen, enthalten aber denselben Wirkstoff. Achten Sie auf Apothekenqualität.
Wie schützt man sich vor gefährlichen Fälschungen und unseriösen Anbietern im Internet?
- Nur Apotheken mit behördlicher Genehmigung nutzen: In Österreich erkennt man diese an der offiziellen Registrierungsnummer und dem EU-Sicherheitslogo für Online-Apotheken (BASG/AGES).
- Warnsignale unseriöser Anbieter: Kein Rezept notwendig, extrem niedrige Preise, keine Impressumsangabe, Versand aus Drittländern.
- Gefahr: Fälschungen können unwirksam sein oder gefährliche Substanzen enthalten – Lebensgefahr!
- Im Zweifel: Apotheker oder Arzt fragen, bevor Sie online bestellen.
Mythen und Realität zu Viagra
- Mythos: “Viagra wirkt sofort und immer, unabhängig von der Situation.”
Realität: Es wirkt nur bei sexueller Erregung, nach 30–60 Minuten, und nicht bei jedem Patienten gleich. - Mythos: “Höhere Dosis = stärkere Wirkung.”
Realität: Zu hohe Dosen erhöhen in erster Linie das Nebenwirkungsrisiko. - Mythos: “Viagra ist ein Aphrodisiakum.”
Realität: Viagra verstärkt keine sexuelle Lust. - Mythos: “Generika sind weniger wirksam.”
Realität: Generika enthalten denselben Wirkstoff und wirken gleich, sofern sie aus seriöser Quelle stammen.
Was tun, wenn Viagra nicht wirkt?
- Überprüfen Sie, ob Sie vor der Einnahme ausreichend sexuell erregt waren.
- Prüfen Sie, ob Sie Viagra auf nüchternen Magen eingenommen haben.
- Warten Sie mindestens 30–60 Minuten nach der Einnahme.
- Stellen Sie sicher, dass Sie keine Lebensmittel oder Medikamente eingenommen haben, die die Wirkung hemmen (fetthaltige Speisen, Grapefruitsaft, bestimmte Medikamente).
- Falls nach mehreren Versuchen keine Wirkung eintritt, besprechen Sie dies mit Ihrem Arzt: Eventuell ist eine Dosisanpassung oder ein Wechsel auf ein alternatives Präparat sinnvoll.
Empathie und psychologische Unterstützung bei erektiler Dysfunktion
Erektile Dysfunktion ist eine häufige, behandelbare Störung – Sie sind nicht allein damit. Die Ursachen sind oft gemischt (körperlich und seelisch). Es kann hilfreich sein, das Thema offen mit der Partnerin/dem Partner oder einer spezialisierten Beratungsstelle zu besprechen. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen.
Kompatibilitätscheck: Viagra und andere Medikamente/Produkte
| Produkt/Medikament | Kombinierbarkeit | Konsequenz |
|---|---|---|
| Nitrate (z.B. Nitroglycerin) | NEIN | Lebensbedrohlicher Blutdruckabfall |
| Alkohol (hochdosiert) | Nein | Wirkungsabschwächung, Schwindel, Kreislaufprobleme |
| Grapefruitsaft | Nein | Verstärkte Wirkung und Nebenwirkungen |
| Blutdrucksenker (z.B. ACE-Hemmer) | Mit Vorsicht | Mögliche additive Blutdrucksenkung |
| Aspirin® (Acetylsalicylsäure) | Ja | Keine relevante Interaktion |
| Antidepressiva (SSRI) | Mit Vorsicht | Arztliche Rücksprache notwendig |
Was tun bei Überdosierung von Viagra?
- Sofortige Einnahme stoppen.
- Notruf (144) wählen, insbesondere bei schweren Symptomen wie Brustschmerzen, anhaltender Erektion (>4 Stunden), Sehverlust oder Kreislaufkollaps.
- Arzt informieren und mitteilen, wie viel und wann eingenommen wurde. Verpackung mitbringen.
- Keine Gegenmaßnahmen auf eigene Faust (z.B. Erbrechen hervorrufen) durchführen.
Ärztliche Einschätzung: Für wen ist Viagra besonders sinnvoll – und wann sind Alternativen besser?
Aus ärztlicher Sicht profitieren vor allem Männer mit klar diagnostizierter erektiler Dysfunktion, deren Ursache vaskulär (gefäßbedingt) oder psychogen ist, und die keine schwerwiegenden Kontraindikationen (z.B. Nitrateinnahme, instabile Herzerkrankung) aufweisen. Bei Männern mit milden Symptomen oder primär psychischen Ursachen ist ein multidisziplinärer Ansatz (Gesprächstherapie, Partnerschaftsberatung) oft überlegen – hier dient Viagra manchmal eher als ergänzende Stütze zur Stärkung des Selbstvertrauens. Bei Patienten mit komplexen Grunderkrankungen, insbesondere Herz-Kreislauf-Risiken, ist stets individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung und gegebenenfalls die Wahl alternativer Therapien (z.B. Prostaglandin-Injektion, Vakuumpumpe) angezeigt. Die Entscheidung sollte immer in enger Abstimmung mit dem behandelnden Arzt getroffen werden, nicht zuletzt, um schwerwiegende Komplikationen zu vermeiden.
Fragen, die Patienten dem Arzt häufig zu Viagra stellen
- Wie schnell merke ich, ob Viagra bei mir wirkt?
- Bereits 30–60 Minuten nach Einnahme ist die volle Wirkung erreichbar, allerdings nur bei sexueller Erregung. Es empfiehlt sich, mehrere Versuche unter unterschiedlichen Bedingungen zu wagen, bevor man die Therapie als “nicht wirksam” einstuft.
- Muss ich jedes Mal zur Kontrolle kommen?
- Anfangs empfehle ich eine ärztliche Nachkontrolle, um Nebenwirkungen und Wirksamkeit zu beurteilen. Bei stabiler Verträglichkeit und gleichbleibender Gesundheit genügt meist eine jährliche Kontrolle.
- Könnte Viagra für meinen Kreislauf gefährlich sein?
- Für gesunde Männer ist das Risiko gering, aber bei bestehenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen wir vor der Verschreibung einen Belastungstest oder kardiologische Abklärung durch.
- Wie erkenne ich eine Unverträglichkeit oder Allergie?
- Typische Zeichen sind Hautausschlag, Atemnot oder starke Schwellungen – in so einem Fall sofort die Einnahme stoppen und ärztliche Hilfe suchen.
- Kann ich Viagra weiter einnehmen, wenn ich neue Medikamente verschrieben bekomme?
- Bitte informieren Sie mich immer über neue Medikamente, da gerade Herzmedikamente oder Antibiotika die Wirkung beeinflussen oder Wechselwirkungen verursachen können.
- Wie gehe ich mit Unsicherheiten bezüglich Sexualität nach der Einnahme um?
- Offene Kommunikation mit dem Partner und ggf. psychologische Beratung können helfen, Unsicherheiten abzubauen und die Therapie erfolgreich zu begleiten.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zu Viagra in Österreich
- Ist Viagra in Österreich rezeptpflichtig?
- Ja. Viagra sowie alle Sildenafil-Präparate sind verschreibungspflichtig und werden nur gegen ärztliches Rezept abgegeben.
- Wie viel kostet Viagra in Österreich?
- Der Preis liegt je nach Dosierung, Packungsgröße und Apotheke meist zwischen 12 und 17 Euro pro Tablette, Generika ab etwa 6 Euro.
- Wie lange hält die Wirkung von Viagra an?
- In der Regel 4 bis 6 Stunden nach Einnahme, kann je nach Stoffwechsel variieren.
- Kann ich Viagra online bestellen?
- Ja, aber nur über offiziell zertifizierte Versandapotheken mit Sitz in der EU/Österreich und nur mit gültigem Rezept.
- Was passiert, wenn ich Viagra und Nitrate zusammen einnehme?
- Es droht ein lebensgefährlicher Blutdruckabfall. Diese Kombination ist streng verboten.
- Welche Nebenwirkungen treten am häufigsten auf?
- Kopfschmerzen, Gesichtsrötung, Verdauungsstörungen und gelegentlich Sehstörungen.
- Kann ich Viagra bei Diabetes verwenden?
- Ja, sofern keine Kontraindikationen bestehen. Viele Diabetiker profitieren von Sildenafil.
- Ist Viagra auch für Frauen geeignet?
- Nein, Viagra ist ausschließlich für die Behandlung der erektilen Dysfunktion bei Männern zugelassen.
- Kann Viagra abhängig machen?
- Nein, es besteht keine körperliche Abhängigkeitsgefahr, aber eine psychische Gewöhnung ist möglich.
- Warum ist Viagra teurer als Generika?
- Markenpräparate sind aufgrund ihrer längeren Entwicklungs- und Marketingkosten oft teurer, während Generika nach Ablauf des Patents günstiger erhältlich sind.
Quellen und weiterführende Links
- Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA), “Sildenafil – Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels”, Stand 2025, https://www.ema.europa.eu/
- Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), “Arzneispezialitätenregister”, https://aspregister.basg.gv.at/
- PubMed, “Efficacy and Safety of Sildenafil in Erectile Dysfunction: Systematic Review and Meta-Analysis”, 2024, https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/
- WHO, “Model List of Essential Medicines”, 2025, https://www.who.int/
- NHS, “Sildenafil for erectile dysfunction – Patient Information Leaflet”, https://www.nhs.uk/
- Offizielle Website des Herstellers Pfizer, “Viagra Fachinformation”, https://www.pfizer.de/
- Österreichische Gesellschaft für Urologie und Andrologie, “Leitlinien zur Behandlung der erektilen Dysfunktion”, https://www.urologie.at/